Die Geschichte der HIPPOLINI Lehrkraft – Stephanie Schulz-Dubrow

Ich heiße Stephanie Schulz–Dubrow und bin am 04.02.1976 Osterholz-Scharmbeck geboren.
Mein schulischer Weg verlief von der Grundschule 1982 bis zur Realschule 1992.
Gute 20 Jahre war ich in verschiedenen Praxen als Arzthelferin angestellt. In dieser Zeit habe ich mir in vielen Kursen und Lehrgängen umfangreiche Qualifikationen, wie z. B. den Röntgenund Spritzenschein angeeignet. Verbände anlegen, Wundversorgungen usw. gehörten natürlich auch selbstverständlich zu meinem täglichen Praxisalltag.
2007 bin ich in den Bio-Obstbetrieb von meinem Mann, den ich 2010 geheiratet habe, eingestiegen. Er hat drei Kinder aus erster Ehe, die regelmäßig bei uns waren. Seit 2009 bin ich stolze Mutter von unserem Sohn Ole. Wir vermarkten unser eigenes Obst auf Wochenmärkten und hatten bis vor zwei Jahren Äpfel und Birnen zum selber Pflücken. Auf unserem Hof findet man neben dem Obst auch Pferde, ein paar Gänse und Schafe.
Zwischenzeitlich habe ich in unserem örtlichen Lebenshilfe Kindergarten, sowie der dazugehörigen Krippe als Springerkraft
ausgeholfen.

ZU MEINEN REITERLICHEN- UND PFERDEKENNTNISSEN oder wie alles begann: Im Grundschulalter habe ich voltigiert und mit ca. 12 Jahren bekamich die ersten Reitstunden im Reitverein. Wegen Ausbildung, Job und Schwangerschaft wurde das Reiten dann leider zur Nebensache.
2013 habe ich wieder versucht, intensiver mein Hobby zu betreiben und fand eine tolle Reitschule. Dort absolvierte ich erfolgreich mein Reitabzeichen 9 und den Basispass.
Im Sommer 2015 habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt und mein erstes eigenes Pferd gekauft. Mister X 18 heißt der Westfahlen Wallach und wird von uns, obwohl Wallach, nur Missi genannt. Nach genau einem Monat ist mir mit Missi ein Unfall passiert. Dabei habe ich mir mein rechtes Handgelenk so stark gebrochen, dass auch in der Hand einiges kaputt gegangen ist. Insgesamt musste ich 3x ins Krankenhaus und war für 6 Monate quasi beeinträchtigt. Mein Mann, der den Unfallablauf gesehen hatte, hat mich überredet Missi zu behalten.
Mein Vertrauen diesem Pferd gegenüber, war aber erstmal futsch. Wir konnten Missi für einige Zeit in meiner Reitschule einquartieren, damit er nicht einrostet. In dieser Zeit gab es allerdings ein Schlüsselerlebnis. Als ich Missi dort einmal besucht habe, hat er mir von weitem zugewiehert. Meine Reitlehrerin, hat mir hoch und heilig versichert, dass er das weder bei ihr, noch bei den Reitschülern gemacht hat. Ab da stand für mich fest, dass er MEIN Pferd ist. Ich kämpfte um die Wiederherstellung meiner Hand und mein Mann hat für´s Pferd alles schick gemacht. Missi kam also
wieder zu uns nach Hause.
Zum Glück lernte ich eine tolle Person kennen, quasi den Robert Redford an meiner Seite. Allerdings ist diese Person eine Frau namens Rebecca. Sie hat mir die Bodenarbeit ans Herz gelegt und dadurch konnte ich Missi erst einmal halbwegs verstehen lernen. Rebecca ist eine sehr gute Freundin, Therapeutin und Reitlehrerin für
mich geworden. Sie begleitet mich noch heute an meiner Seite, wenn ich mit den Pferden und Ponys arbeite. Durch sie habe ich gelernt über den Tellerrand zu schauen. Dass das Reiten nicht immer an erster Stelle stehen sollte und es noch viele andere schöne Dinge gibt, um mit seinem Pferd zu arbeiten oder auch zu spielen.
Mit Missi sind viele Tränen und Schweißperlen geflossen. Tränen, weil ich herausgefunden habe, was dieses Tier durchlebt haben muss und Schweiß, weil auch tatsächlich die Bodenarbeit sehr anstrengend sein kann. Nach genau einem Jahr traute ich mich wieder auf Missi rauf. Es war unbeschreiblich! Selbst heute rollen manchmal noch Tränen, wenn ich auf ihm sitze oder wir wieder eine neue Herausforderung zusammen gemeistert haben.
Zusammen mit Missi fingen wir auch an, eine kleine Stallgemeinschaft zu gründen. Dank unserer großen Flächen konnten
wir einen Trail von gut 700 Meter und vielen Sommerweiden anlegen. Wir bieten für eine große und gemischte Herde im Alter von 7 bis 24 Einstellplätze. Pferde sowie Reiter verstehen sich alle prächtig und sind sehr umgänglich.

Im Februar 2017 bekam ich meine La Boum. Sie ist eine sehr ruhige und ausgeglichene Rheinländer Stute. Auf ihr haben die ersten Kinder bei mir „Reitunterricht“ bekommen. Erstes putzen, Sitzübungen oder geführte Ausritte. Die Nachfrage wurde größer aber die Kinder immer kleiner. La Boum ist mit ihren 165 cm für manche Kinder leider zu groß. Im Oktober 2017 kam deswegen meine Welsh A Stute Luna zu mir. Die Vorbesitzerin von ihr war eine Reittherapeutin und Luna macht ihre Sache mit und für die Kinder sehr vorbildlich. Ich möchte den Kindern und vor allem den Eltern bei mir vermitteln, dass das Reiten auch nicht an erster Stelle stehen sollte. Das es z. B. auch mal Tage gibt, an denen wir das Pony durch
den Wald führen, weil es für das Pony eine Impfung o. Ä. gab. Kurz um, die Kinder sollen verstehen lernen, dass es sich um lebende und mitfühlende Sportpartner handelt. Mit denen man auch vom Boden aus viele tolle Sachen machen kann.

Im Mai diesen Jahres habe ich bei einem Seminar bei Steffi Tennigkeit (erste Vorsitzende von HIPPOLINI), das erste Mal von HIPPOLINI gehört. Das Konzept hat mich sehr gefesselt und mitgerissen. Obwohl ich noch nicht wusste, ob ich schon dieses Jahr bei der Schulung mitmachen kann, schaute ich mich schonmal nachgeeigneten Ponys um. Man weiß ja nie…. 😉 Daraufhin wurde ich noch stolze Besitzerin, von zwei kleinen Fellnasen. Ferdi, ein zierlicher Welsh A Fuchswallach und die schwarz-weiße Shetty Dame Susi, zieren jetzt noch zusätzlich meinen Hof. Im Spätsommer 2018 durfte ich auf dem Hof von Steffi T. hospitieren und ab da war ich vom HIPPOLINI Virus komplett infiziert.

Im November 2018 habe ich die HIPPOLINI Mini-Coach Prüfung erfolgreich bestanden und mein Zertifikat schmückt meine Sattelkammer. Seit März 2019 habe ich nun schon mit einigen Kindern den HIPPOLINI Miniclub durchgeführt. Die Begeisterung und Nachfrage war und ist riesig.
Ich bin gespannt, welche Abenteuer mich mit den Kindern und meinen Ponys weiterhin erwarten werden.

-Der Weg von Stephanie Schulz-Dubrow zum downloaden-
hier klicken um ein PDF herunter zu laden!

Herzliche Grüße,
Stephanie Schulz-Dubrow,
Gut Donnerstedt 4,
27321 Thedinghausen
strffi@gut-Donnerstedt.de
0172-5131414